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Drama Lehrling (Zweiteilige Reportage)

Teil 1: Aller Anfang ist schwer
Teil 2: Durchhalten oder hinschmeißen?

 

Sender: Südwestrundfunk
Sendung:
Redaktion:
Länge: jeweils 45 Min. (HD)

Kaum einer will heute noch Metzger oder Bäcker werden. Den Beruf des Autosattlers halten viele gar schon für ausgestorben. Die Folge: Lehrlinge für diese Berufe sind kaum noch zu finden. Metzgermeister Stephan Tix in Prüm hat jahrelang gesucht, bis er endlich wieder einen Lehrling einstellen konnte. Doch der schon 31-jährige Auszubildende sorgt bei Tix schon am zweiten Lehrtag für Fassungslosigkeit. Nicht viel anders ergeht es den beiden Junior-Chefs Holger und Sascha Linden in der Bäckerei „Wildbadmühle“ in Traben-Trabach: Mit Müh und Not haben sie drei neue Lehrlinge gefunden, doch damit gehen ihre Nachwuchsprobleme erst richtig los. Nur Autosattler Calo Lucchese in Heidelberg scheint Glück gehabt zu haben: Sein neuer Lehrling ist pünktlich, fleißig und zuverlässig. Aber nach einiger Zeit offenbaren sich andere Schwächen bei seinem Schützling, die dem Lehrmeister die Haare zu Berge stehen lassen. Die zweiteilige Reportage „Drama Lehrling“ zeigt, mit welch ungeahnten Schwierigkeiten Betriebe heute zu kämpfen haben, wenn sie neue Metzger, Bäcker oder Autosattler ausbilden wollen.

Endstation – Kollaps im Nahverkehr

 

Sender: Westdeutscher Rundfunk
Sendung: Die Story (2014)
Redaktion: Barbara Schmitz
Länge: 45 Min. (HD)

Wehe, sie kommt nicht! Wenn eine Straßenbahn oder U-Bahn ausfällt, ist der Ärger groß. Doch das könnte im Ruhrgebiet bald zum Dauerzustand werden. Denn nicht nur die Straßen und Brücken in deutschen Städte sind in einem katastrophalen Zustand, auch der öffentliche Nahverkehr fährt nur noch auf der letzten Rille: Schienen, Bahnen und vor allem die U-Bahntunnel müssen dringend saniert werden, sonst droht die Stilllegung.

Jetzt rächt sich das eitle Kirchturm-Denken der Ruhrgebietsstädte: Alle wollten sie vor Jahrzehnten eine eigene U-Bahn haben, möglichst noch ein eigenes System mit eigenen Bahnen, damit es auf jeden Fall anders aussieht als in der Nachbarstadt. Und weil nichts zusammenpasst, braucht jede Stadt bis heute eigene Werkstätten, eigene Ersatzteile und natürlich eine eigene Verwaltung, um das alles zu koordinieren. Das kostet viel Geld, das jetzt für die Sanierung fehlt. Doch wenn es ums Sparen geht, zucken die Verantwortlichen nur mit den Schultern oder empfehlen Radikallösungen: Mülheim etwa möchte am liebsten sofort seine U-Bahnen wieder abschaffen, auch Duisburg weiß nicht, wie es weitergehen soll und rechnet mit der Schließung seiner U-Bahntunnel. Alle hoffen auf Geld von Vater Staat. Und wenn der nicht zahlt, werden es die Pendler zu spüren bekommen: Busse statt Bahnen, ausgedünnte Fahrpläne und schlechtere Verbindungen bei höheren Preisen!

Wir gehen den Spuren dieser verfehlten Verkehrspolitik nach und zeigen die hausgemachten Strukturprobleme des ÖPNV, bei dem die zahlreichen Geschäftsführer immer noch mehr verdienen als die Bundeskanzlerin, aber nicht für Ihre Fehler Verantwortung tragen wollen. Das Ruhrgebiet – mit seinen 5 Millionen Einwohnern die größte Metropole Deutschlands – droht beim Nahverkehr zum Schlusslicht Europas zu werden.

Eine 45-minütige Dokumentation

Staatsgeheimnis Lkw-Maut – Wenn Politik und Großkonzerne kungeln

 

Sender: Westdeutscher Rundfunk
Sendung: Die Story (2013)
Redaktion: Barbara Schmitz
Länge: 45 Min. (HD)

Es sollte das beste Lkw-Mautsystem der Welt werden, satellitengestützt mit modernster Technik und dem Know-How der deutschen Vorzeige-Unternehmen Telekom und Daimler, vereint unter dem Namen Toll-Collect. Doch es wurde ein Disaster: Nicht nur für die Wirtschaft, die das System zu Beginn 16 Monate lang nicht ans Laufen bekam, sondern auch für die Politik. Denn die hatte sich für eine neuartige Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft entschieden (PPP) und sich bei den Verhandlungen glatt über den Tisch ziehen lassen. Die Folge: Milliardenlöcher im Staatshaushalt, lächerlich niedrige Vertragsstrafen und erzwungene Geheimhaltung – nicht einmal die Parlamentarier durften vom Inhalt des 17.000-Seiten starken PPP-Vertrages erfahren. Jetzt könnte die Politik ihre Fehler korrigieren, denn im August 2015 läuft der Vertrag mit Toll-Collect aus. Doch wiederum lässt sich die Bundesregierung von der Industrie vorführen, lässt alle Fristen verstreichen und macht sich weiterhin von Toll-Collect abhängig: Denn ein Ausfall der Mauteinnahmen nach 2015 wäre eine Katastrophe für den klammen Staatshaushalt. Die 7 Milliarden Euro, die der Bund seit acht (!) Jahren erfolglos von Daimler und der Telekom als Schadenersatz für die verpatzte Einführung fordert, werden so wohl endgültig beim größten Verlierer des ersten deutschen PPP-Großprojektes hängenbleiben – beim Steuerzahler! Wir schauen nach, wie sich die unheilige Allianz zwischen Politik und deutschen Großkonzernen entwickeln konnte, angefangen beim PPP-Ideengeber Steinbrück, über alle Regierungen von rot-grün bis schwarz-gelb bis hin zu den raffinierten Verträgen, mit deren Hilfe die öffentliche Hand in Geiselhaft genommen werden konnte.

Schlaglicht „Verloren, vergessen, versteigert“ – Das Fundbüro der Deutschen Bahn

 

Sender: Südwestrundfunk
Sendung: Schlaglicht (2013)
Redaktion: Tilman Achtnich
Länge: 29 Min. (HD)

Zusammengenommen ist es ein kleines Vermögen wert, was die Fahrgäste der Deutschen Bahn Jahr für Jahr in ihren Zügen vergessen. Berge von Brillen, Handies und Regenschirmen türmen sich in den Bahnhofs-Fundstellen, aber auch ganze Fernseher, Violinen oder Schneeschuhe warten dort auf ihre Eigentümer. Werden die Verlustsachen hier nicht innerhalb einer Woche abgeholt, landen sie in der zentralen Fundstelle der Deutschen Bahn in Wuppertal. In diesem bundesweit einzigartigen „Warenhaus des Vergessens“ lagern weit über 100.000 Verlustgegenstände. 15 Bahnbedienstete versuchen von hier aus, die Eigentümer ausfindig zu machen und gleichen Verlustmeldungen aus dem ganzen Land mit ihrem „Sortiment“ ab. Nach 70 Tagen aber ist Schluss: Dann wird versteigert, was übrig geblieben ist. Für Schnäppchenjäger ist es ein Paradies, wenn donnerstags der Versteigerungsraum am Wuppertaler Hauptbahnhof geöffnet wird. Manchmal geht das Fundbüro sogar auf Tournee und versteigert seine Schätze in anderen großen Bahnhöfen. Da kommen dann auch schon mal echte Raritäten unter den Hammer wie etwa ein Überraschungskoffer voller Erotikartikel...

Die Wut der Mieter – Die Stadt und ihr Investor

 

Sender: Westdeutscher Rundfunk
Sendung: Die Story (2012)
Redaktion: Barbara Schmitz
Länge 44 Min. (HD)

In Duisburg-Marxloh soll ein modernes Factory-Outlet-Center gebaut werden, das wie ein Magnet die Kunden aus dem ganzen Ruhrgebiet anlocken soll. Die Stadtväter sind begeistert, denn sie brauchen dringend Geld. Duisburg ist eine der ärmsten Städte Deutschlands und wird nur noch über einen Nothaushalt am Leben gehalten. Das große neue Outlet-Center im Stadtteil Marxloh soll die Gewerbesteuer-Einnahmen sprudeln lassen, neue Arbeitsplätze schaffen und der ganzen Stadt wieder Auftrieb geben, so zumindest verspricht es der holländische Investor. Doch für die Umsetzung seiner Pläne müssen rund 1.000 meist ältere Mieter ihre Wohnungen am Zinkhüttenplatz verlassen. Das Grundstück der ehemaligen Vorzeige-Siedlung wird gebraucht, um ausreichend Parkmöglichkeiten für die Besucher des Outlet-Centers zu schaffen. Erst zaghaft, dann immer vehementer setzen sich die Mieter zur Wehr. Viele wohnen seit vielen Jahrzehnten in der parkähnlichen Siedlung und wollen ihre Heimat auf keinen Fall aufgeben. Auch Stadtplaner warnen: Das Factory-Outlet-Center sei ein „Killer-Center“, das die Duisburger Innenstadt auf Dauer ruinieren werde. Und ein Wirtschaftsprüfer stößt auf zahlreiche Merkwürdigkeiten im Finanzgebaren des Investors. Ergibt sich die Stadt am Ende leichtfertig der Verlockung des großen Geldes? Doch die Stadtväter stellen sich taub. Unbedingt wollen sie festhalten an ihrem Traum von einem Duisburg, das dank findiger Investoren in neuem Glanz erstrahlt.

Echsen, Welpen, Bombendrohung – Aufruhr im größten Zoofachgeschäft der Welt

 

Sender: Südwestrundfunk
Sendung: Schlaglicht (2012)
Redaktion: Tilman Achtnich
Länge: 29 Min. (HD)

Alles außer Elefanten, Nashörnern und Zebras“ – so könnte man das Sortiment der größten Zoohandlung der Welt umschreiben. Auf knapp 10.000 Quadratmetern findet der Tierliebhaber hier im Norden von Duisburg fast alles, was die Natur auf zwei, vier, sechs oder acht Beinen hergibt: Affen, Otter, Stinktiere, Echsen, Vogelspinnen oder Papageien, dazu das gesamte Zubehör vom riesigen Terrarium bis hin zum Lebendfutter in Form von Heuschrecken, Mäusen oder Eintagsfliegen. Seit neuestem verkauft Inhaber Norbert Zajac in seinem profitablen Tierreich auch Hundewelpen. Das bringt die Tierschützer auf die Barrikaden. „Des Menschen bester Freund“ dürfe nicht wie ein Sack Seife über die Ladentheke verkauft werden, finden sie, und demonstrieren lautstark vor Zajacs Zooladen. Sogar Mord- und Bombendrohungen gehen ein, was sofort die Polizei auf den Plan ruft …

Darf’s noch etwas mehr sein? – Verkaufstrainer bei der Arbeit

 

Sender: Südwestrundfunk
Sendung: Schlaglicht (2011)
Redaktion: Tilman Achtnich
Länge: 29 Minuten (HD)

Mehr, immer mehr! Verkäufer sollen täglich den Umsatz steigern, sollen heute mehr verkaufen als gestern und morgen möglichst noch eine Schippe drauflegen. Mit Verkaufstrainern wird hier oft nachgeholfen. Sie bringen die Verkäufer auf Trab und zeigen, wie man Kunden zum Kaufen animiert. In Ihrer Trickkiste findet sich die passende Kundenbegrüßung genauso wie die raffinierte Fragetechnik. Ihr wichtigster Kniff: Der Zusatzverkauf. Der Kunde soll verführt werden, Geld für Dinge auszugeben, die er gar nicht haben wollte. Wir haben zwei Verkaufstrainer bei der Arbeit beobachtet. Unsere Schauplätze: eine Bäckerei und ein Möbelhaus. Zwischen Plunderstollen und Einbauküche erleben wir – teils mit versteckter Kamera – den täglichen Kampf ums Geld der Kunden, der trotz aller Tricks und Kniffe nicht immer zum Erfolg führt.

Verkaufen um jeden Preis?

 

Sender: Südwestrundfunk
Sendung: Betrifft (2011)
Redaktion: Tilman Achtnich
Länge: 44 Minuten (HD)

Für Maike Schnitzler ist es eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen: Durch Einkaufspassagen zu bummeln, die Seele baumeln zu lassen und dabei das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Zwanglos shoppen findet sie einfach „wunderbar entspannend“ – wie Millionen andere Deutsche auch. Die Einzelhändler aber klagen über schlechte Geschäfte. Seit Jahren gehen ihre Umsätze zurück, der Kampf um jeden einzelnen Kunden wird immer härter. Das spüren natürlich auch die Verkäufer, deren Verdienst meist an den Umsatz gekoppelt ist. Weniger Kunden gleich weniger Einkommen – lautet die Gleichung, mit der sie leben müssen. Die Folge: Für die begehrte Kundschaft nahezu unsichtbar rumort es hinter den Kulissen der „Einkaufserlebniswelt“ gewaltig. Wir haben uns auf die Suche nach den Ursachen gemacht. Auf unserer Shoppingtour mit Maike Schnitzler erfahren wir von den Hintergründen der cleveren Rabattaktionen, die ständig und überall grandiose Schnäppchen versprechen. Wir treffen Verkäufer, die ihren Arbeitstag als Überlebenskampf bezeichnen und nicht wissen, wie lange sie dem Druck noch standhalten können. Ob Mode, Handies, Autos oder sogar Bankgeschäfte – überall gilt: der Umsatz muss stimmen! Doch diesen Druck sollen die Kunden nicht spüren. Sie sollen sich freuen über die vermeintlichen Schnäppchen – und möglichst bald wiederkommen. Eine Spurensuche im Spannungsfeld zwischen glücklicher Schnäppchenjagd und gnadenlosem Umsatzdruck.

Verarmt, verstorben, verscharrt – Wenn der Tod zu teuer ist

 

Sender: Westdeutscher Rundfunk
Sendung: Die Story (2010)
Redaktion: Barbara Schmitz
Länge: 44 Minuten (HD)

Die 82-jährige Witwe Ingeborg Steiniger steht wie versteinert zwischen den Büschen und Bäumen hinter dem Krematorium in Venlo. Hier wurde vor vier Monaten ihr verstorbener Ehemann anonym verstreut. Ingeborg Steiniger war nicht dabei und hat es auch nicht so gewollt. Dass es nach 43 Jahren Ehe zu einer solch würdelosen Beerdigung gekommen ist, hatte nur einen einzigen Grund: Ingeborg Steiniger ist pleite! Wer kein Geld hat, um einen nahen Angehörigen zu beerdigen, erlebt derzeit einen irrwitzigen Hindernislauf durch die deutsche Bürokratie: Die zuständigen Sozialämter verlangen detaillierte Nachweise über die Bedürftigkeit bis hin zu den Heizkosten-Nebenabrechnungen und fahnden gleichzeitig wochenlang nach anderen, womöglich zahlungskräftigeren Angehörigen. Die Verstorbenen lagern derweil in Kühlräumen. Wann, wie und wo letztendlich bestattet wird, bleibt völlig unklar. Oft dauert es viele Wochen, bis die Kostenübernahme durch die Sozialämter gesichert ist. Wenn überhaupt. Denn häufig schaffen es die Angehörigen nicht, die geforderten Belege beizubringen. In diesen Fällen springt das Ordnungsamt ein und organisiert eine schnellstmögliche Entsorgung des Leichnams – so geschehen bei Ingeborg Steiniger, die lediglich schriftlich benachrichtigt wurde, dass ihr Ehemann im holländischen Venlo anonym verstreut wurde. Tod und Armut – ein Thema, über das niemand gerne spricht. So bleiben die Betroffenen allein mit einem Alptraum, der im reichen Deutschland eigentlich kaum vorstellbar ist. Ohne Geld bleibt jede Menschenwürde auf der Strecke.

 

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